Sportförderung am DHG
 

Interview Behzad Janati

Behzad Janati (14) ist Schüler am Deutschhaus-Gymnasium und besucht dort die Sportklasse in der 10. Jahrgangsstufe. Seine Laufbahn als Fußballer hat er bei den Würzburger Kickers begonnen. Er wurde als einer von zwei Spielern jüngeren Jahrgangs hoch in die U17 gezogen, wo er die Verteidigung der Würzburger Kickers U17 zusammenhält.

Hi Behzad, was ist das für ein Gefühl, als jüngerer Jahrgang in die U17, also zu den älteren, hochgezogen zu werden?

Behzad: Es ist schon ein super Gefühl in der U17 dabei zu sein; es macht mir riesigen Spaß in der Mannschaft mitzuspielen. Außerdem war es für mich eine sehr große Ehre, dass ich hochgezogen wurde und das versuche ich auch in jedem Training zu bestätigen.

Wie bist du überhaupt zum Fußball gekommen? 
Behzad: In der Schule hatte ich zwei Freunde, mit denen ich da zusammen ein bisschen gekickt habe und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die beiden haben schon bei den Kickers gespielt und da wollte ich mich dann auch anmelden. So hat es eigentlich angefangen.
Inwieweit hat dir das Sportklassentraining am DHG neben dem normalen Vereinstraining geholfen dich individuell zu verbessern?
Behzad: Ich finde allgemein, dass die Trainingseinheiten sehr abwechslungsreich gestaltet sind und dass man seine Schwächen sehr gut bearbeiten kann. Das Konzept ist allgemein sehr gut mit dem Wechsel aus Alternativsport und Yoga, sowie die Trainingseinheiten auf dem Platz. Die Yogaeinheiten verbessern meine Beweglichkeit sehr und dadurch bin ich nicht so anfällig für Verletzungen.
Wie viel Zeit bleibt dir in der Woche neben Fußball und Schule noch für andere Freizeitaktivitäten?
Behzad: Das wird dann schon sehr eng, um irgendetwas anderes zu machen, weil wir auch zweimal Nachmittagsunterricht haben. Ich habe früher auch Tischtennis gespielt, habe es dann aber irgendwann aufgegeben, weil ich einfach zu wenig Zeit hatte.
Was waren die bisher größten Erfolge, die du mit deinem Team oder auch individuell erreichen konntest?
Behzad: Mit meinem Team war es auf jeden Fall letztes Jahr, als wir bayrischer Meister wurden und das Spiel für den  Aufstieg in die Regionalliga gewonnen haben. Persönlich war es, als ich in der U14 zur deutschen Nationalmannschaft, also für die Sichtungsmaßnahme, eingeladen wurde. Das war schon ein tolles Erlebnis.
Du bist schon mehrmals zu Lehrgangsmaßnahmen der Bayerischen Auswahlteams eingeladen worden. Kannst du uns kurz erklären, wie diese Lehrgänge ablaufen, was vielleicht besonders ist? 
Behzad: Es war immer so, dass ich am Freitag in der Sportschule Oberhaching angekommen bin und am Abend hatten wir schon das erste Training, welches nicht so intensiv war. Am nächsten Tag, also Samstag, hatten wir gleich nach dem Frühstück die zweite Trainingseinheit, die sehr technikorientiert gestaltet wurde. Danach hatten wir am Nachmittag noch eine Trainingseinheit. Nach so einem Tag sind wir meistens am Abend ins Schwimmbad gegangen, um uns zu regenerieren. Am letzten Tag hatten wir die letzte Einheit, wo wir meistens ein Spiel gegen einen Testspielgegner machten. 
Was ist der Unterschied zur sonstigen normalen Vereinsroutine?
Behzad: Der Unterschied ist, dass man andere Gegenspieler, andere Trainer und dort auch andere Verhältnisse hat. Außerdem war das Tempo auch ein wenig höher als bei uns im Verein. Aber sonst waren die Übungen relativ bekannt.
Wie entspannst bzw. regenerierst du dich nach solch einem Lehrgang oder generell nach einem Spiel?
Behzad: Nach dem Spiel mache ich eigentlich nichts mehr, ich schalte dann einfach ab. Am nächsten Tag dehne ich mich und rolle mich mit der Black Roll aus.
Gibt es irgendein Ritual, welches du vor einem Spiel machst?
Behzad: Ja, ich muss zugeben, ich habe ein Ritual. Wenn wir vor dem Spiel Zeit für uns haben, um uns zu dehnen, mache ich die Dehnübungen immer in der selben Reihenfolge.

Im Laufe eines Sportlerlebens gibt es viele Höhen und Tiefen. Was war bisher dein bitterster Moment, den du im Sport erlebt hast?

Behzad: Mein bitterster Moment war auf jeden Fall, dass ich in der U15 nicht mit zur Sichtungsmaßnahme für die Nationalmannschaft durfte und das nicht aus Leistungsgründen. Es lag daran, dass man dorthin nur drei Spieler ohne deutschen Pass mitnehmen konnte. Das war ein gravierender Rückschlag für mich, aber danach bin ich noch stärker zurückgekommen.

Welche fußballerischen Ziele hast du kurz-, mittel- und langfristig?
Behzad: Ein Ziel ist es gesund zu bleiben, weil das das Wichtigste ist. Denn ohne Gesundheit schafft man es nicht weit. Ein weiteres Ziel ist der Sprung in die U19 und dann wird man sehen, wie es weitergeht.
Und zum Abschluss noch eine persönliche Frage. Hast du schon eine Freundin oder bist du für die Mädchen am DHG noch zu haben?
Behzad: Ich habe bis jetzt noch keine Freundin, aber ich bin da eigentlich relativ offen und nehme es, wie es kommt.

Das Interview führt Yuma Grön.