Sportförderung am DHG  
 


Interview Constantin Ebert

 Constantin Leon Ebert besuchte ab der fünften Klasse das Deutschhaus Gymnasium und durchlief dabei auch die Sportklasse. Schon mit 16 Jahren spielte er im Farmteam von s.Oliver Würzburg und durchlief die Juniorennationalmannschaften. Danach unterschrieb er bei einigen Proficlubs, wurde aber von Verletzungen zurückgeworfen, zuletzt durch einen Kreuzbandriss. Nun will er wieder in das Basketballgeschäft einsteigen, war im Sommer zurück in Würzburg und hat nun einen Vertrag beim BBC Coburg für die Saison 2019/2020 in der Pro B unterschrieben. Wir führten mit Consti ein Telefoninterview durch.


Consti Ebert, du bist nach der Zeit in Braunschweig und Kirchheim mit deiner ersten schweren Verletzung (Kreuzbandriss) wieder nach Würzburg zurückgekehrt, um zu trainieren und wurdest nun vom BBC Coburg verpflichtet . Wie empfindest du deine jetzige Situation?
 Ich bin glücklich mit meiner aktuellen Situation. Ich konnte mich nach meiner Verletzung in Würzburg sehr gut zurückarbeiten.  Dadurch kann ich nun körperlich fit in Coburg angreifen. Für mich ist es ein guter Standort, an dem ich ein neu zusammengestelltes und junges Team führen kann und schnell wieder in den Spielrhythmus zurückfinden kann.
Du bekamst in Braunschweig 2016 die attraktive Chance bei einem Bundesligaverein außerhalb von Würzburg mitzuspielen. Welche Erfahrungen konntest du dort sammeln und was hast du gelernt?
In meiner Zeit in Braunschweig konnte ich sehr viel lernen, sowohl basketballerisch als auch menschlich. Die Chance bei einem Bundesligaverein zu trainieren und zu spielen hat mir sehr geholfen. Vor allem aber auch die Zusatzschichten mit dem damaligen Assistenzttainer Liviu Calin haben mir als Spieler sehr viel gebracht. Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist aber, dass man sich auf die Sachen konzentrieren sollte, die man selbst beeinflussen kann und dabei nie aufgeben sollte.
Du wurdest in letzter Zeit oft von Verletzungen daran gehindert, Basketball zu spielen und dich zu entwickeln. Wie gehst du mit diesen Rückschlägen um?
Mein Kreuzbandriss war ein herber Rückschlag, der vollkommen unerwartet kam. Im ersten Moment war es natürlich erschütternd, aber mir war schnell bewusst, dass ich daran nichts ändern kann und ich das Beste daraus machen will. Da ich die ganze Saison für die Kirchheim Knights dann ausfiel, konzentrierte ich mich auf mein Fernstudium. Das hat mir psychisch sehr geholfen, dadurch dass ich in einem anderen Bereich weiter Fortschritte machen konnte. 
Deine Karriere begann in Würzburg und du feiertest in deiner Jugend schon viele Erfolge. Inwiefern konntest du von dem Frühtraining in der Sportklasse profitieren?
Die Sportklasse hat mir extrem geholfen. Dadurch, dass ich schon in die Schulzeit in mehreren Teams gespielt habe und auch durch die Jugend Nationalmannschaft mehrere Fehlzeiten hatte, war die Sportklasse elementar für mich. Dadurch konnte ich meine schulische Laufbahn erfolgreich meistern.
Neben vielen sportlichen Erfolgen während deiner Schulzeit und vermehrter Abwesenheit hast du trotzdem ein gutes Abitur geschafft. Wie hast du deine schulische Laufbahn mit Leistungssport so erfolgreich kombiniert?
Die Sportklasse hat mir die besten Voraussetzungen geschaffen. Aber am Ende muss man sich selbst natürlich an Schreibtisch setzen und was tun. Ich habe das gut hinbekommen. Zu Gute kam mir, dass ich coole Mitschüler hatte, so dass ich sehr gerne in die Schule gegangen bin.
Du bist mit 23 Jahren noch recht jung. Was sind deine Wünsche oder Ziele für die Zukunft?
Ich will solange es möglich ist auf höchst möglichen Niveau Basketball spielen und mein Studium erfolgreich abschließen. 
Eine letzte Frage noch zum Schluss: Wer waren deine Lieblingslehrer am DHG und welches Fach mochtest du am meisten?
Mein Lieblingslehrer waren Herr Pietschmann und Herr Yaman.
Mein Lieblingsfach war Erdkunde. Sport gab es ja nicht (zwinkert)
(Constantin Ebert war in der Sportklasse und hatte meistens Basketballtraining mit dem Verein, statt „normalen“ Sportunterricht, Anm. d. R.)