Sportförderung am DHG  
 

Interview Samuel Röthlein

 

Samuel Röthlein (15) ist Schüler am Deutschhaus-Gymnasium und besucht dort die Sportklasse in der 10. Jahrgangsstufe. Nachdem er beim SB Versbach und dem Würzburger FV ausgebildet wurde, zieht er nun die Fäden im Mittelfeld des Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrums der Würzburger Kickers

Hallo Samuel, du bist letztes Jahr Meister in der U15 Bayernliga geworden und ihr habt in der Relegation den ASV Neumarkt mit 6:1 in die Schranken gewiesen. Herzlichen Glückwunsch!                                                                                                                                 Bei dem Relegationsspiel hast du ja leider keinen Treffer verzeichnen können. Wie viele Tore hast du als Spielmacher in der vergangenen Saison gemacht und was hatte Herr Kramer mit deiner Torquote zu tun?

Letzte Saison habe ich zwölf Tore gemacht. Vor allem zum Ende hin war ich ganz gut drauf. Sportlich hat Herr Kramer zwar nicht direkt etwas zu meiner Torquote beigetragen, da er nicht mein Mannschaftstrainer ist, aber er hat mich als Koordinator der Sportklasse für den Fachbereich Fußball jede Woche aufs Neue motiviert, sodass sich meine Torquote auch dank ihm verbessert hat.

Es scheint ja gewirkt zu haben. Wie genau hat er dich denn motiviert?

Er hat mich jede Woche, beim Training aber auch im Unterricht, daran erinnert, dass ich als offensiver Mittelfeldspieler doch mehr Tore schießen müsse. Herr Kramer hat zu mir gesagt, dass ich mir mehr zutrauen und einfach mal abschließen soll, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Wie bist du überhaupt zum Fußball gekommen?

Zum ersten Mal habe ich mich bei der Weltmeisterschaft 2010 wirklich mit Fußball beschäftigt. Wie die deutsche Mannschaft gespielt hat, hat mich sehr begeistert und daraufhin wollte ich eben selbst aktiv spielen.

Jeder Fußballer geht gerne mit seinen Freunden auf den Bolzplatz. Wie viel Freizeit hast du, außerhalb der Schule und dem Fußball im Verein, für solche Geschichten?

Unter der Woche hält sich die Zeit, die ich habe, stark in Grenzen. Am Wochenende habe ich dann die Möglichkeit mich mit meinen Freunden zu treffen oder generell zu entspannen.

Der Leistungsdruck bei den Würzburger Kickers im Jugendbereich ist enorm. Wie gehst du damit um?

Mich selbst beeinflusst das aber eher weniger. Ich konzentriere mich vor und während dem Spiel aber auch bei den Trainingseinheiten einfach auf das, was ich kann.

Inwiefern hilft dir das System der Sportklasse deine persönlichen Ziele im Fußball und in der Schule miteinander zu verbinden?

Durch das System der Sportklasse habe ich die Möglichkeit mich während der Schulzeit mithilfe von ausgewählten Trainern fußballerisch weiter zu verbessern. Wir arbeiten dort zum Beispiel an unserem Passspiel und unseren Fähigkeiten im Eins gegen Eins.

Auch in der Schule wird mir das Erreichen dieser Ziele durch angesagte Tests und große Rücksichtnahme auf Turniere/Spiele/Lehrgänge erleichtert, wobei natürlich mein wichtigstes schulisches Ziel im Fokus steht, nämlich ein gutes Abitur zu schreiben.

Du wirst regelmäßig zu Lehrgängen der Bayernauswahl eingeladen. Gibt es Unterschiede zwischen dem Training dort und dem im Verein?

Die Trainingseinheiten sind sehr ähnlich gestaltet wie im Verein. Der große Unterschied liegt bei den Spielen, in denen du gegen andere Auswahlmannschaften antrittst. Dort ist es vor allem das Spieltempo, das deutlich höher ist, als im Verein und noch dazu sind natürlich die Mit- und Gegenspieler individuell, sowohl im taktischen, als auch im technischen Bereich besser.

Als Highlight und Abschluss der Saison stand für dich noch das Sichtungstunier für die U15-Nationalmannschaft an. Welche Erfahrungen hast du dort sammeln können?

Es war etwas sehr Besonderes und eine tolle Erfahrung. Ich habe einiges gelernt und erkannt, dass ich immer weiter an mir arbeiten muss und immer Luft nach oben habe.

Die Vorbereitung auf die Saison 2019/20 ist bereits vergangen. Was sind deine weiteren Ziele für kommende Saison in der U17 Bayernliga und allgemein als Fußballspieler?

Ich will mit meiner Mannschaft in der Bayernliga erstmal die Klasse halten und dann schauen, was noch geht, wenn es soweit ist. Persönlich will ich mich auch in diesem Jahr weiter verbessern und mich entwickeln. Allgemein ist es natürlich mein Ziel, irgendwann im Profibereich spielen zu können.

Du wurdest in dem YouTube-Video der Kickers „Wie das Bundesliga-NLZ des FWK junge Talente fördert“ besonders hervorgehoben und hattest somit die Ehre deinen Verein aber auch unsere Schule öffentlich zu repräsentieren. Wurdest du auf dieses Video häufiger angesprochen und hat es irgendwelche Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen dir und deinen Freunden?

Es ist natürlich eine große Ehre für mich, dass ich Teil dieses Videos sein durfte. Da dieser Film sowohl auf der Kickers-Homepage, als auch auf der Sportklassen-Website zu sehen war und er damit eine gewisse Reichweite erzielt hat, wurde ich von einigen meiner Lehrer darauf angesprochen, was mich gefreut hat. Das Verhältnis zu meinen Freunden ist aber selbstverständlich das gleiche wie vorher.

Danke dir und viel Erfolg im weiteren Saisonverlauf und beim Erreichen deiner Ziele!

Danke auch!

Das Interview führten Simon Schäffer und Jonas Landeck