Sportförderung am DHG  
 

Training der Nachwuchssportler am DHG in Zeiten von Corona

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona Pandemie herrschen in ganz Deutschland strikte Vorsichtsmaßnahmen, um die sozialen Kontakte und damit die Ansteckungsgefahr innerhalb der Gesellschaft zu minimieren. Geöffnet haben nur noch lebensnotwendige Einrichtungen, wie Supermärkte, oder Arztpraxen. Auch Sportanlagen unterliegen einem strikten Aufenthaltsverbot. Deshalb läuft das Training nahezu aller Profisportler, zum Großteil nur noch in den eigenen vier Wänden ab. Doch wie sieht dieses Training aus und wie groß sind die Einschränkungen, unter denen die Sportler leiden müssen? 

Natürlich versucht jeder Sportler das beste aus der aktuellen Situation zu machen. Dennoch schränken die aktuellen Maßnahmen den sportlichen Alltag vieler Profis enorm ein. Das variiert natürlich je nach Sportart. 

Als Ruderer habe ich auf der einen Seite das Glück, dass ich, als Einzelsportler beim Training nicht zwingend auf andere angewiesen bin. Ich kann meine sportliche Form, genau wie im Winter auch, auf dem Ruder- und Fahrradergometer ausbauen. Da auch mein Training natürlich nur noch zu Hause stattfindet, fühlen sich meine Eltern seit zwei Monaten, „wie im Dauersportcamp“. Dabei leiden sie sehr unter „unerträglicher Musik“ während meines Trainings. Doch es hat auch etwas positives, denn die neuen Möglichkeiten im Haus führen dazu, dass der Rest der Familie ein bisschen mehr Sport macht, damit ich nicht immer alleine trainieren muss. 

Dennoch fehlt es auf der anderen Seite an dem spezifischen Wassertraining, das später entscheidend für Erfolg oder Misserfolg, auf den Wettkämpfen ist und natürlich mangelt es vor allem auch an Abwechslung sowie der Unterstützung von Trainern und Trainingspartnern, die, finde ich, enorm wichtig ist, um nicht den Spaß am Training zu verlieren. Der Fakt, dass für dieses Jahr alle Wettkämpfe, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, abgesagt wurden, auf die man den ganzen Winter hingearbeitet hat, verringert den dadurch entstehenden Unmut nicht gerade. 

Doch ein kleiner Lichtblick ist in Sicht, denn ab dieser Woche darf man, wenn auch unter strengen Hygienevorschriften, zumindest im Einer wieder aufs Wasser gehen. Doch sowohl das Mannschaftstraining, als auch das gemeinsame Trainieren im Fitnessstudio, finden vorerst weiter nicht statt. Und auch wenn das natürlich sinnvoll ist, fällt es immer schwerer, sowohl beim Training, als auch im Alltag, auf einen Großteil der sonst so normalen und bis vor kurzem selbstverständlichen sozialen Kontakte zu verzichten.  


Finn Stäblein