Sportförderung am DHG

 

Reportage Kanu-Rennsport

Der Kanut, Roan Schulze (9a im Deutschhaus Gymnasium), erzählt in dieser Reportage über seine bisherige sportliche Laufbahn, sein Training, Einschränkungen der letzten Saison durch Corona, sowie über erreichte Erfolge und seine zukünftigen Ziele. 

Quelle: Roan Schulze


Frage: Wie lange bist du schon im  Kanu Rennsport aktiv?

Roan Schulze: Ich bin jetzt seit neun Jahren bei diesem Sport. Das heißt, ich saß mit fünf Jahren zum ersten Mal im Boot und mit sechs Jahren habe ich an meiner ersten Regatta teilgenommen.

Frage: Wie oft in der Woche trainierst du und wie läuft ein typisches Training bei dir ab?

Roan Schulze: Ich trainiere 6 - 8 Mal die Woche (12 - 14 Stunden). Das typische Training findet natürlich auf dem Wasser statt, dabei gibt es eigentlich kaum einheitliches Training. Die verschiedenen Bereiche die am meisten trainiert werden sind Intervall-, Ausdauerfahrt und distanzspezialisiertes Training. Beim Kanu-Rennsport geschieht auch viel, was nicht auf dem Wasser stattfindet. Deshalb bin ich auch oft beim Lauftraining, trainiere im Hantelraum oder mache Körperkrafttraining.

Frage: Wie läuft eine Kanu Regatta ab?

Roan Schulze: Eine Regatta findet meistens an Wochenenden statt. Das sind dann 2 Tage mit 10 - 15 Rennen über verschiedene Distanzen. Und da ich Flachwasserfahrer bin, sind diese Wettkämpfe meist auf Seen, bei Staustufen oder auf Nebenflüssen mit wenig Strömung. Die Regatta startet um 8 Uhr und endet dann am jeweiligen Tag um 18/19 Uhr. Was für mich auch oft bedeutet, dass manche Rennen im Stundentakt stattfinden.

Frage: Wie verlief deine letzte Saison, gab es viele Einschränkungen oder Absagen durch Corona?

Roan Schulze: Die letzte Saison war eigentlich gar keine, denn im letzten Jahr fand keine einzige Regatta statt. Folglich war es eine reine Trainingssaison für mich, doch genau wie andere haben uns die Einschränkungen hart getroffen und wir mussten uns durch eigene Trainingsräume und durch die nahe Umgebung neu erfinden. Simulierte Wettkampfwochenenden gehörten mit zur Vorbereitung auf diese Saison.

Frage: Hast du eine Lieblingsdistanz bei Wettkämpfen?

Roan Schulze: Mittlerweile schon! Es stellt sich mehr und mehr heraus, dass ich ein Langstreckensportler bin. Bei 1000 m und 5000 m läuft es einfach besser als auf den kurzen Distanzen.

Frage: Wie läuft deine Saison Vorbereitung im Winter ab?

Roan Schulze: Im Winter gehe ich kaum aufs Wasser. Alles andere spielt sich auf dem Paddelergometer, im Kraftraum und beim Lauftraining ab.

Frage: Was war dein bisher größter Erfolg?

Roan Schulze: Ich sehe es als meinen größten Erfolg bis 2018 durchgehend den Süddeutschen Meistertitel verteidigt zu haben.

Frage: Hast du dir schon ein bestimmtes Ziel für die nächste Saison gesetzt?

Roan Schulze: Auf jeden Fall! Natürlich will ich mich kontinuierlich verbessern und mich an der Spitze meiner Altersklasse festsetzten. Wenn es gut läuft, vielleicht sogar eine Rolle auf der Deutschen Meisterschaft spielen.

Frage: Nachdem ja gerade die Olympischen Spiele stattfinden, ist das ein Traum von dir, dort mal teilzunehmen?

Roan Schulze: Das wäre auf jeden Fall Mal ein ganz großer Traum, obwohl das nur die Besten der Besten schaffen. Ich werde weitertrainieren und dann wird sich herausstellen, ob ich auf einem solchen Niveau mitmachen könnte


Annika Scheller