Sportförderung am DHG

 

Interview des Monats: April

mit Michael Javernik (9a)

Michael ist seit diesem Jahr auf dem Deutschhaus Gymnasium und spielt Basketball in der s.Oliver Würzburg Akademie. Mit seinen 15 Jahren geht er sowohl für die jüngere Mannschaft (U16) sowie für das NBBL-Team (U19) auf Korbjagd. Der 2,02 m große Flügelspieler wurde auch in den Kader der deutschen U16 Nationalmannschaft berufen und fährt mit der Schulmannschaft des Deutschhaus-Gymnasiums demnächst nach Berlin zum Bundesfinale (JtfO). Wir haben ihn nach seinen sportlichen Zielen sowie nach seiner Situation hier in Würzburg befragt. Er kommt nämlich nicht von hier; derzeit wohnt er im Internat des Matthias-Grünewald Gymnasiums.

 

Du bist als Jugendlicher in einer besonderen Situation. Wie schwer war der Wechsel auf ein Internat für dich?

Der Umzug in ein Internat war sehr schwer für mich. Ich vermisse vor allem meine Eltern, Brüder und Freunde. Hier bin ich ganz auf mich alleine gestellt, habe keine Eltern, welche sich um mich kümmern. Es ist auf jeden Fall etwas Neues.

Was hat sich an deinem schulischen und sportlichen Alltag geändert?

Ich habe jetzt vormittags und nachmittags Training, was ich gut finde. Die Schule bekomme ich gut hin., weil ich die 9. Klasse wiederhole. So kann ich mich auf meinen Sport konzentrieren.

Inwiefern hat die Umstellung deine sportliche/schulische Leistung beeinflusst?

Durch das häufigere Training bin ich besser geworden, was mir in Göttingen nicht möglich gewesen wäre. Ich kann das Training mit der Schule durch die Sportklasse außerdem gut kombinieren.

Wie hat dir die Sportklasse des Deutschhaus Gymnasiums dabei geholfen?

Ich habe viel Unterstützung durch die Lehrer erfahren. Zum Beispiel hat Herr Yaman dafür gesorgt, dass ich in zwei Fächern Nachhilfe bekomme. Alle Lehrer haben mir geholfen mich hier einzuleben.

Spiegelt sich diese Verbesserung auch in der Leistung deiner Mannschaft wieder?

Durch das häufige Training bin ich besser geworden und dadurch auch meine Mannschaft. Diese trainiert auch sehr hart, viele auch zwei mal pro Tag. Ich trage auf jeden Fall meinen Teil zur Leistung des Teams bei.

Ihr spielt jetzt in der JBBL Hauptrunde. Wie schätzt du eure Chancen auf einen Einzug in die Playoffs ein (bzw. in den Playoffs)?

Ich hoffe natürlich, dass wir es bis in die Endrunde, das Top 4, schaffen. Letztes Jahr waren beide Mannschaften, meine altes Team in Göttingen und die Würzburger, nicht so gut; es ist also für alle etwas Neues, überhaupt so weit gekommen zu sein. Wir freuen uns drauf und ich denke wir haben gute Chancen.

Du hast auch schon Spiele in der älteren Jahrgangsklasse, der NBBL, absolviert. Wie trägt das zu deiner Entwicklung bei?

Ich habe bis jetzt erst vier Spiele in der NBBL gespielt, aber man merkt sofort, dass es viel physischer ist. Es macht aber auch sehr viel Spaß und trägt enorm zu meiner Entwicklung bei. Die Härte, die ich in der NBBL lerne, kann ich in der JBBL anwenden.

Du bist auch im Kader der U16 Nationalmannschaft. Wie unterscheidet sich das Natiotraining von dem normalen Vereinstraining?

Das Niveau ist höher, da dort viele Leute spielen, die viel besser sind als ich. Das Spiel ist schneller, genauso wie die Übungen. Diese sind auch intensiver, vom Aufbau her unterscheiden sie sich aber nicht vom normalen Training.

Du hast dich vor dem Lehrgang mit dem ehemaligen Jugendnationalspieler und Ex-DHGler Max Ugrai getroffen, um dich vorzubereiten. Was hat er dir mit auf den Weg gegeben und was hat dir besonders geholfen?

Max Ugrai hat mir sehr viele hilfreiche Tips gegeben, einer war zum Beispiel, dass ich immer genau darauf achten soll, was der Trainer sagt. Das hat mir sehr geholfen und ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Was sind deine persönlichen Ziele für deine basketballerische Zukunft? 

Ich möchte mich natürlich noch weiter entwickeln und verletzungsfrei bleiben. Mein Ziel ist es, so weit wie möglich zu kommen; am besten wäre bis in die Bundesliga.

Eine letzte Frage noch: Bist du vergeben oder können sich die Mädchen am DHG noch Hoffnungen machen?

Nein, bin noch zu haben. (grinst) (Redaktionelles Update: nicht mehr)

Das Interview führten Johanna Michel und Marja Wahl