Sportförderung am DHG

 

DHG-Ruderer glänzen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Essen


Vom 24. bis 27. Juni 2021 traf Deutschlands Nachwuchsruderelite auf dem Baldeneysee in Essen zusammen, um die besten Ruderinnen und Ruderer der jeweiligen Altersklasse zu ermitteln. Ein Blick auf die Teilnehmerliste verdeutlicht wie groß die Konkurrenz auf dem Baldeneysee war. Rund 1350 Meldungen von über 165 Vereinen verzeichnete der Ausrichter, obwohl erst wenige Wochen vor den Meisterschaften endlich grünes Licht für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften unter umfangreichen Hygieneauflagen gegeben worden war. Die Athleten konnten sich bei gutem Wetter unter besten Voraussetzungen auf dem völlig flachen Baldeneysee mit den besten Ruderern Deutschlands messen.

Ella Händle (im Bug) mit Mariella Schätz Quelle: R. Händle

Unter diesen zahlreichen Athleten waren auch Schülerinnen und Schüler des Deutschhaus-Gymnasiums vertreten, die sich bereits am Mittwoch mit ihren Booten auf den Weg nach Essen machten. Direkt am Donnerstag durften Ella Händle (Q11) und ihre Zweierpartnerin Mariella Schätz im Vorlauf des U19 Leichtgewichts-Doppelzweier ihr Können zeigen. Mit einem souveränen 2. Platz konnten sich die beiden den direkten Einzug ins Halbfinale am Samstag sichern. Auch hier ruderten Ella und Mariella sich gekonnt auf den 2.Platz und erreichten mit dem Einzug ins A-Finale, bei dem am Sonntag die 6 besten Boote gegeneinander ruderten, ihr persönliches Ziel. Am Ende erzielten die beiden Sportlerinnen als jüngerer Jahrgang gegen die sehr starke Konkurrenz einen ausgezeichneten 6.Platz. Mit diesem Ergebnis können die beiden Ruderinnen sehr zufrieden sein und auf diese Leistung in der nächsten Saison aufbauen.

Anna Händle (links) mit ihrer Renngemeinschaft Quelle: R. Händle

Neben Ella ging auch Anna Händle (Q12) in einer Renngemeinschaft im Vierer mit Steuerfrau in Essen an den Start. Die Mannschaft kam direkt aus dem Trainingslager in Ratzeburg zur Vorbereitung auf die U23-Weltmeisterschaften, die vom 05. Bis 11.Juli in Tschechien stattfinden werden. Für Anna und ihre Mannschaftskameradinnen begann der Wettkampf am Freitag mit dem Bahnverteilungsrennen, bei dem die vier Sportlerinnen sich bereits mit den ersten Schlägen an die Spitze setzen konnten und so das Bahnverteilungsrennen für sich entschieden. Am Samstag stand dann das große Finale für den U23 Vierer an. Anna und ihre Mannschaftskameradinnen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten als erstes Boot die Ziellinie überqueren. Das bedeutete Gold für den Vierer, der nun mit einem guten Gefühl weiter auf die anstehende WM hintrainieren kann.

Finn Stäblein (rechts) und Adrian Groth Quelle: R. Händle

Sehr erfolgreich war auch Finn Stäblein (Q12), der in einer Renngemeinschaft mit Adrian Groth vom RK am Wannsee einen U19- Doppelzweier, sowie einen U19 Doppelvierer fuhr. Sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale konnten die beiden Athleten im Zweier überzeugen und als erstes Boot die Ziellinie überqueren. Mit diesen Ergebnissen konnten die beiden zuversichtlich beim Finale am Sonntag an den Start gehen. Über die gesamte 2000m Strecke war es ein spannendes Kopf an Kopf Rennen um den Deutschen Meistertitel. Doch Finn und Adrian gelang es über einen phänomenalen Endspurt sich einen Vorsprung vor den anderen Booten zu verschaffen und so das Rennen sowie den Titel für sich zu entscheiden. Für Finn war dieses Rennen „eines der besten, die ich bis jetzt hatte“ wie er es nach dem Rennen glücklich bezeichnete. Durch dieses starke Rennen wurde Finn mit seinem Partner im U19-Doppelzweier für die WM im August in Plovdiv, Bulgarien nominiert. Nach diesem grandiosen Erfolg stand am Nachmittag noch der Doppelvierer an. Und auch hier wurde deutlich, dass Finn zu den besten U19-Ruderern Deutschlands zählt. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden gab er Schlag für Schlag alles, was den Ruderern einen tollen 2.Platz und somit den Vize-Meistertitel bescherte.

Auch die ehemalige DHG-Schülerin Romy Dreher (Abitur 2019) konnte sich im U23 Leichtgewichts Doppelvierer den Deutschen Meistertitel sichern. Nach einem starken Bahnverteilungsrennen gingen die Athletinnen als Favoriten am Samstag ins Finale. Dieser Rolle wurden sie auch gerecht, sodass der Vierer sich die Goldmedaille erkämpfte. Im Leichtgewichts-Doppelzweier verpasste Romy mit ihrer Zweierpartnerin Eva Hohoff nur knapp einen Podestplatz und landete am Ende auf Rang 4.

 Insgesamt war es ein außerordentlich erfolgreiches Wettkampfwochenende für die Ruderinnen und Ruderer des Deutschhaus-Gymnasiums. Wir gratulieren zu diesen meisterhaften Leistungen.


Bericht von Yasmina Kißner