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Dritte Serie der NBA-Playoffs der Dallas Mavericks: Maxi Kleber als der „Puls der Mavs“

Nach einer weiteren erfolgreichen Playoff-Serie gegen die Phoenix Suns galt es nun die Golden State Warriors als den Gegner der dritten Runde, die vom 18.05.2022 bis zum 26.05.2022 stattfand, zu schlagen.
Dabei werden maximal sieben Spielen ausgerichtet. Der jeweilige Gegner ist in vier Spielen zu schlagen, um eine Runde weiterzukommen und sich damit den Titel des Conference-Champions zu sichern.

Mit den Warriors stand den Mavs von Anfang an ein souveränes Team mit tiefem, zuverlässigem Kader gegenüber. Eigentlich war damit eine unterhaltsame Serie zu erwarten. Allerdings zeigten sich gleich zu Beginn die Lücken und Schwächen in der Spielweise und der Besetzung der Dallas Mavericks. Die vermeintlichen Stars der Mannschaft lieferten nicht verlässlich ab und auch der entscheidende Rest des Teams konnte kaum Erfolge verweisen. Der ehemalige DHG-Schüler Maxi Kleber, der „Puls der Mavs“, ist laut SPOX gewissermaßen das Sinnbild für Siege oder Niederlagen der Mavs. Denn, anhand seiner Stats ist meist abzulesen, ob Dallas ein Spiel für sich entscheiden konnte. Wenn er viel wirft und dabei einige Treffer landet, steigt nicht nur der Punktestand der Mavs an. Gleichzeitig sorgt eine gute Quote seinerseits für ein erweitertes Spacing mit Platz in der Zone, womit er wiederum neue Möglichkeiten für seine Mitspieler zum Attackieren schafft. Kleber selbst sagt: „Ich muss weiter werfen, wenn ich offen bin. Es ist das richtige Play, ich muss den Wurf nehmen.“ Insgesamt verzeichnet Kleber in den diesjährigen Playoffs eine wirklich starke Dreierquote von 43,4 Prozent bei 4,5 Versuchen pro Spiel. Der Zusammenhang zwischen gewonnen Spielen, fast 58 Prozent Trefferquote, und verlorenen Spielen, bis zu 29 Prozent, ist deutlich zu erkennen.
Vergleichbar mit seiner Leistung waren auch die Ergebnisse der ersten drei Spiele dieser Runde. Spiel 1 endete mit einem deutlichen Sieg für Golden State mit 112 zu 87 Punkten. Gleich darauf folgten Spiel 2 (Warriors 126 – Mavericks 117) und Spiel 3 (Warriors 109 – Mavericks 100) mit etwas weniger niederschmetternden Niederlagen von „nur“ etwa zehn Punkten Unterschied. Entsprechend sah auch Klebers Dreierquote aus, der in den ersten drei Spielen nur zwei seiner 14 Versuche versenken konnte.
Mit Spiel 4 (Warriors 109 – Mavericks 119) holten sich die Mavericks den ersten Sieg in der Serie gegen Golden State. Nicht nur Maxi Kleber zeigte eine herausragende Leistung mit seinen 13 Punkten bei fünf von sechs Würfen, darunter zwei Dreier und drei Abschlüssen in Korbnähe. Hinzu kamen acht Rebounds und drei Blocks, einer davon so eindrucksvoll, dass er auf Twitter mit dem Leitspruch „Ma X i räumt ab!“ die Runde macht. Aber auch die anderen Spieler funktionierten. Luka Doncic verzeichnete am Ende des Spiels 30 Punkte, 14 Rebounds und 9 Assists.
Die Chancen die Serie noch für sich zu entscheiden, wurden dennoch als sehr gering eingeschätzt. In der Geschichte der NBA war es bisher noch keinem Team gelungen, aus einem Rückstand von 0-3, die Serie für sich zu entscheiden. Trotzdem zeigten sich die Mavs bis zum Schluss noch kampfbereit. Maxi Kleber sagte in einem Interview: „If you don’t believe in it you might as well just stay home [….] We have the power to beat them.”
Dass die Mavericks letztlich dennoch keine Chance hatten Spiel 5 zu gewinnen, zeigte sich eigentlich gleich am Anfang dieser Partie. Die Warriors versenkten einen Treffer nach dem anderen. Dallas sah dagegen oft unbeholfen aus, gegen die Stabilität der Warriors in diesem Spiel konnten sie kaum etwas entgegensetzen. Vor allem Klay Thompson, Starspieler der Warriors, brachte, nach eher zurückhaltenden Spielen 1-4, eine souveräne und zuverlässige Leistung aufs Parkett. Bereits nach 29 Minuten hatte er sieben Dreier versenkt, so viele wie in den vorherigen Spielen insgesamt.
Auf der anderen Seite ist aber auch die schlechte Leistung der eigentlichen Starspieler der Mavericks zu thematisieren. Luca Doncic traf lange Zeit schlecht und verzeichnete zunächst kaum Abschlüsse, als er endlich ein paar Würfe versenkte, hatten die Warriors schon so gut wie gewonnen. In der Defense wurde er „immer wieder gnadenlos attackiert“ (SPOX) oder verteidigte teilweise überhaupt nicht. Auch sein „ausgedehntes Lamentieren“ sorgte laut SPOX dafür, dass er meist als letzter umschaltete und „die Mavs so häufig […] in prekäre Situationen brachte.“
Maxi Kleber dagegen lieferte seinen Teil mit insgesamt 8 Rebounds und 7 Punkten, davon einen Dreier, ab.

Insgesamt kann man natürlich nicht von einer schlechten Saison der Dallas Mavericks sprechen. Schließlich spielten sie die beste Saison seit 2011, indem sie erstmals seit 2015 über 50 Spiele in der Regular Season für sich entscheiden konnten und sich das erste Mal seit 11 Jahren wieder für die Conference Finals qualifizierten. Jason Kidd, Trainer der Mavs, sagt selbst: „Es [Spiel 5] war eine Lektion für […] das komplette Team. Ich möchte damit nicht sagen, dass wir eine schlechte Saison gespielt haben.“

Schlussendlich verdienten sich die Golden State Warriors den Titel des Conference-Champions und Starspieler Steph Curry der Warriors, der bereits über die gesamte Serie hinweg eine entscheidende Rolle für Golden State spielte, erhält am Ende den Playoff-MVP-Award der Western Conference (Magic Johnson Trophy).
In den Finals treffen die Warriors nun im Kampf um den Titel der NBA auf die Boston Celtics.


Lea Eirich (Q11)